Unser Sitz wurde nach Nikolaus Kopernikus benannt – einer weltberühmten Persönlichkeit, die sowohl für Polen als auch für Deutsche eine wichtige Rolle spielt. Am 12. Februar 1996 hat die Stadtgemeinschaft Allenstein in Gelsenkirchen das Gebäude des deutschen Finanzamts in der Bahnhofstraße für die AGDM erworben. Das Gebäude aus dem Jahre 1905 war in einem erbärmlichen Zustand. Eine Instandsetzung war nötig und das war mit enormen Kosten verbunden. 1998 hat die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit die ersten Mittel dafür gewährt. Weitere Zuschüsse sind aus Bayern, von der Landsmannschaft Ostpreußen, der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land, vom Landkreis Osnabrück, vom Ermländischen Landvolk und natürlich von der Stadtgemeinschaft Allenstein aus Gelsenkirchen gekommen.

Am 30. September 2000 wurde das Haus offiziell eröffnet. Zahlreiche ehrwürdige Gäste mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Bayerns Barbara Stamm an der Spitze sind zu dieser Feierlichkeit gekommen. Teilgenommen haben auch der Marschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren Andrzej Ryński, der Oberbürgermeister der Stadt Allenstein Dr. Janusz Cichoń, der Vertreter der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Thomas Neisinger, die stellvertretende Konsulin Irmgard Hennig, Eugeniusz Gorczyca von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der stellvertretende Woiwode Marek Żyliński, der Bundessprecher der Landsmannschaft Ostpreußen Wilhelm von Gottberg, der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land Leo Michalski und der Vorsitzende der Stadtgemeinschaft Allenstein Gottfried Hufenbach. Nach Grußworten und besten Wünschen für die weitere Tätigkeit im Haus Kopernikus haben Seine Exzellenz Weihbischof Dr. Jacek Jezierski und der Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Masuren Rudolf Bażanowski das Haus eingeweiht. Als musikalische Attraktion spielte ein Streichquartett. Der Vorsitzende der Gesellschaft hat die Rolle des Hausherrn übernommen, die Gäste durch das Haus geführt und sie zu einem Imbiss eingeladen.

OSMN
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Mehrere Jahre harter Arbeit und Stress beim Wiederaufbau des Hauses haben sich gelohnt. Die Deutsche Volksgruppe in Allenstein ist in ihren schönen Sitz eingezogen, der es ermöglicht, eine vielfältige Kulturtätigkeit auszuüben.

Im unteren Erdgeschoss befindet sich ein großer Saal, in dem Ausstellungen, Seniorentreffen, Vorträge, Chor- und Tanzgruppenproben  stattfinden. Manchmal wird er als Speiseraum, ein andermal als Lagerraum oder Ballsaal gebraucht. Alles hängt davon ab, welche Veranstaltungen gerade organisiert werden. Im unteren Erdgeschoss befinden sich auch die Küche und das Büro der Jugendgruppe.
Im Erdgeschoss gibt es Räume, die an Firmen vermietet werden. Mit der Miete deckt die Gesellschaft die Nutzungskosten des Gebäudes.
Im ersten Stockwerk befinden sich Räume, in denen die gesamte tägliche Arbeit an den Aktivitäten der Gesellschaft täglich stattfindet: das Büro der Gesellschaft, das Arbeitszimmer der Buchhalterin, das Kabinett der Vorsitzenden (Es werden hier unter anderem Vorstandssitzungen und offizielle Sitzungen abgehalten), ein kleiner Konferenzsaal und der repräsentativste Raum, der  Blauer Saal genannt wird (es werden hier Vorträge, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen, offizielle Treffen veranstaltet und die Gäste werden empfangen) als auch die Redaktion der Zeitschrift “Allensteiner Nachrichten”. Außerdem gibt es hier den Arbeitsraum der Handarbeitsgruppe. In diesem Jahr haben wir auch einen der Räume im ersten Stock an das Büro unseres Gastes, der Ifa-Managerin (Institut für Auslandsbeziehungen) angepasst.

Weiter gehend findet man im zweiten Stock Klassenräume für Deutschunterricht und einen Konferenzraum.

In der dritten Etage gibt es Gästezimmer, in denen man übernachten kann. Insgesamt stehen 10 Unterkünfte zur Verfügung. Hier befinden sich auch das Kindergartenzimmer, in dem die jüngsten Knirpse, die die Samstagsschule besuchen, die Grundlagen der Sprache ihrer Vorfahren durch Spiele erlernen können sowie eine deutsche Bibliothek. Sie ist hauptsächlich durch Schenkungen von Privatpersonen und deutschen Rotary-Clubs entstanden und umfasst Publikationen angefangen von der Kinderliteratur, über schöngeistige Literatur bis hin zur Belletristik.

Der letzte Abschnitt des Wiederaufbaus des Gebäudes war die Renovierung des Dachgeschosses. Seine Inbetriebnahme erfolgte am 9. Juli 2005. Mit ihrer Teilnahme haben die Feier beehrt der Bayerische Staatssekretär für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Jürgen Heike, Ministerialrat Medardus Hümer, der Oberbürgermeister der Stadt Allenstein Czesław Jerzy Małkowski und Kaplan André Schmeier sowie Mitglieder der AGDM und die Kindertanzgruppe. Das Dachgeschoss wurde aus Finanzierungsmitteln des Bundesministeriums des Innern und des Freistaates Bayern vergrößert. Um der langjährigen Zusammenarbeit und der Unterstützung der AGDM von Seiten Bayerns zu gedenken hat dieser schöne Raum den Namen “Bayerischer Saal” bekommen. Er eignet sich ideal für Ausstellungen, Vorträge und Seminare.

Kopernikushaus ist ein Treffpunkt für alle Mitglieder der Gesellschaft, von der jüngsten bis zur ältesten Generation. Es ist auch ein offener Ort für alle, die sich für deutsche Geschichte, Kultur, Region oder Sprache interessieren. Im Gebäude finden Vorträge, Ausstellungen, Seniorentreffen, Begegnungen der Jugendgruppe, Sprachkurse, Workshops, Bastelaktivitäten, Sonderveranstaltungen und die Redaktion der „Allensteiner Nachrichten“ statt. Kopernikushaus erklingt abwechselnd mit Musik, Literatur oder ernsthaften Gesprächen über Themen, die mit der Geschichte der Region und der hier lebenden Menschen zu tun haben.

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ul. Partyzantów 3, Sekretariat (1. Stock)
10-522 Olsztyn

tel./fax: 89/523 69 90
tel.: 89/523 69 90, 89/535 97 86

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